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In Zukunft werden Muslime in Europa die Mehrheit sein, deshalb werden sie auf unsere Toleranz nicht mehr angewiesen sein.

Schon Nietzsche meinte zwar, die muslimische Kultur sei der christlichen vorzuziehen, doch steht zu befürchten, dass diese nicht so tolerant sein wird wie die westliche.  Schon jetzt gibt es Ansätze von Dominanz von Muslimen in unserer Gesellschaft. Wenn wir Christen schützen wollen, müssen wir also vor allem das Recht auf Glauben schützen und sicherstellen, dass Christen nicht als Ungläubige gelten.

Meinungsfreiheit muss beschränkt sein und zwar nicht nur durch die Ehre der Person (Beleidigung), sondern auch durch ihre Sakralsphäre (Glauben).

Der Islam hat eine größere Integrationskraft als unsere westliche Kultur, weil er auf Gemeinschaften setzt statt auf offene Gesellschaft und toleranten Staat, die wenig Verhaltenssicherheit geben.

Die Auseinandersetzung mit dieser noch-nicht-herrschenden Gesellschaft kann von uns nur bestanden werden, wenn auch wir unser Bestes als Gegenpol aufbieten und das ist eben nicht bloß Toleranz, sondern es sind Differenzierungsvermögen, Schönheitsverlangen und Sensibilität.

Die würden von den Muslimen zwar nicht als das Wahre anerkannt, aber dann könnte es wenigstens zur geistigen Auseinandersetzung kommen, dann gäbe es die Chance, dass Ost und West voneinander lernen könnten.

Die Auseinandersetzung mit dem Islam zwingt uns, unsere Gleichgültigkeit zu verlassen, und das ist gut so. Botho Strauß

 

 

Wenn der Staat nicht bereit ist, rechtzeitig einzugreifen, kann es zu spät sein. Das hat der Zusammenbruch der Weimarer Republik gezeigt.

Verständnis für die empörten Reaktionen von Muslimen wäre Schwäche. Denn für die Islamisten ist die bloße Existenz einer westlichen Kultur eine Beleidigung, und selbst gemäßigte Muslime wollen keine Integration, sondern die Zusammenarbeit aller Muslime in Europa mit den Muslimen in der arabischen Welt. Wenn wir unsererseits nicht versuchen, die Muslime in unsere Gesellschaft zu integrieren, sind wir chancenlos. Wir müssen die gemäßigten Muslime vor dem Druck von außen schützen.

Langfristig werden die Muslime in unserer Gesellschaft zur Mehrheit. Das beginnt bei den Kindergärten und wird die gesamte Gesellschaft erfassen. Richtig problematisch wird es erst, wenn unzureichend ausgebildete Ausländer aus der zweiten Generation die Schule verlassen und dann bei uns keine Arbeitsplätze bekommen. Wenn die Einheimischen nicht mehr die Mehrheit stellen und nur noch eine Gruppe unter anderen stellen, besteht die Gefahr, dass die anderen dann nicht so tolerant sind wie die jetzige Mehrheit.

Wenn wir ernsthaft auf das Argument eingehen, die Muslime seien vom Westen beleidigt worden, obwohl die zwölf Karikaturisten doch nicht im Auftrag der Gesellschaft gehandelt haben, ist das unser Problem.

Der Zorn in den muslimischen Ländern ist nämlich nicht spontan entstanden, sondern von dänischen Muslimen auf einer Rundreise zu muslimischen Innenministern mit gefälschten Karikaturen vorbereitet worden. Jetzt gilt als neutral, wer Pressefreiheit genauso verurteilt wie gewaltsame Angriffe auf Botschaften. Günter Grass behauptet sogar, wegen der Machtkonzentration in der Presse habe diese kein Recht mehr, sich auf Meinungsfreiheit zu berufen.

Wer die Wut der Muslime zu verstehen versucht, gefährdet bereits die Grundlage unserer Toleranz. Denn wer tolerant ist, lässt sich auch durch die wüstesten Karikaturen nicht zu Gewalttaten verleiten.  (Frank Schirrmacher)